Über dieses Blog


Als die Diagnose Histaminintoleranz feststand, hatte ich erstmal einen kleinen Nervenzusammenbruch – sowohl aus Erleichterung über das Ende eines fast zweijährigen Ärztemarathons, als auch aus dem ersten „Was soll ich bloß noch essen?“-Schock heraus. Zu allem Übel wurde dann kurz drauf klar, dass auch Milcheiweiß ein Problem ist. Und dann steht man da und denkt: Und jetzt?

Google sei dank fand ich bald einige histaminarme Rezepte und kaufte mir auch ein Buch. Beim Suchen und Blättern stellte ich dann aber immer wieder fest, dass bestimmte Lebensmittel erst nach der Eliminationsdiät gegessen werden dürfen und als das große Nahrungsmitteltesten begann kam die nächste Ernüchterung: viele der histaminarmen Rezepte wurden mit Lebensmitteln zubereitet, die mir nicht gut bekommen. Denn das ist die Sache mit Histamin: bei jedem ist es anders.
Wo einige offenbar Mandeln oder Trockenfrüchte vertrugen, reagierte ich auf beides und so stand ich bei den Rezepten vor der Frage, wie ich was ersetzten konnte.

Damit sind wir schon bei einem der Gründe für diesen Blog: weil Histamin eine ziemlich komplizierte Angelegenheit ist und zwei histaminintolerante Menschen das selbe Essen unterschiedlich gut vertragen können, kann es im Grunde gar nicht genug verschiedene Rezeptideen geben. Sicher, mit der Zeit testet man was funktioniert, und da die Küche plötzlich einen ganz neuen Stellenwert im Leben bekommt, kriegt man raus, was man wie substituieren kann. Trotzdem bin ich auch immer dankbar für neue Anregungen, damit es auf dem Teller abwechslungsreich bleibt.

Das führt mich auch schon zu einer Bitte: Alles was ich über Nahrungsmittelunverträglichkeiten und CFS schreibe entspringt meinen eigenen Erfahrungen und den Dingen, die ich mir angelesen habe. Ich habe kein Medizinstudium absolviert (obwohl ich das durchaus reizvoll fände) und kann keinen Arzt ersetzen. Achtet deshalb bitte bei Rezepten darauf, welche Lebensmittel ihr vertragt und lasst im Zweifelsfall Komponenten weg, besonders dann, wenn ihr unter Allergien leidet. In meinen Rezepten versuche ich, Alternativen anzubieten – falls ihr aber eigene Ideen habt freue ich mich, wenn ihr diese in den Kommentaren hinterlasst.

So, und was sind nun die anderen Gründe für diesen Blog? Lust am Schreiben und Neugier auf das, was kommt. Dabei versuche ich mich an das zu halten, was eins meiner liebsten Herzmädchen zum Thema Bloggen gesagt hat und schreibe das hier als Erinnerung für mich selbst:

Beim Bloggen muss ich total darauf achten, nichts zu wollen
und nur darauf achten, was ich nicht will.

Frau mit Fuchs