Kurkuma Torte

Kurkuma Torte

Als ich im Winter letzten Jahres auf der Seite von Frau Janik zufällig ihre Goldene Milch Torte (*) entdeckt habe, war ich direkt Feuer und Flamme. Ich liebe Ingwer und Kurkuma, wieso sollte ich einen Kuchen mit diesen Zutaten also nicht genauso lieben?
Wer sich das Ursprungsrezept einmal ansieht bemerkt sofort, dass es nicht histaminarm ist. Trockenfrüchte, Kakao, Nüsse – lauter Dinge, die ich nicht essen darf. In meinem Kopf fing es also an zu rattern. Nüsse hatte ich schnell ersetzt, denn für gemahlene Mandeln & Co. nutze ich geschälte Hanfsamen. Die geben einem Teig ebenfalls eine leicht nussige Komponente und sind histaminarm. Für Kakao kam nur Carobpulver in Frage, das verwende ich auch in Süßkartoffelbrownies, wo es wirklich erstaunlich nah an Schokoladengeschmack erinnert.
Am meisten Sorgen hatte ich bei den Trockenfrüchten, da diese für die Süße, vor allem aber als Bindungsmittel genutzt werden. Einige histaminintolerante Menschen vertragen getrocknete Datteln, da hätte man also 1:1 ersetzen können. Ich habe Datteln bisher noch nicht testen können, mache mir aber nicht all zu große Hoffnung, da ich z.B. auch auf getrocknete Cranberries mit Symptomen reagiere. Am Ende kamen mir dann doch einige Ideen und ich war erstaunt, dass die Torte schon im ersten Anlauf klappte, zumal ich auch das erste mal ein no-bake Rezept ausprobiert habe.
Die Kurkuma Torte ist super lecker (wenn man Süßkartoffel mag, denn die schmeckt man recht deutlich) und auch ziemlich sättigend. Daher ist es gut, dass sie sich problemlos einfrieren lässt. So hält sie sich einige Wochen und kann portionsweise aufgetaut werden, wenn sie vorher schon in Tortenstücke geschnitten wurde.


Zutaten

für 1 Springform

histaminarm, glutenfrei, vegan


für den Boden:
130 g
Haferflocken
30 g
Kokosraspel
(nach Belieben)
40 g
geschälte Hanfsamen
1 TL
geschrotete Leinsamen
1 EL
Carobpulver
1 TL
Zimt
2
Chiaeier (s. u.)
2 EL
Kokosöl
2 EL
Reissirup
ggf. 1 EL
Wasser
für das Topping:

ca. 200 g
Süßkartoffel (geschält, in Stücken)
400 ml
Kokosmilch (Vollfett)
ca. 2 cm
frischer Ingwer (geschält)
ca. 1 cm
frischer Kurkuma (geschält)
1 Prise
Salz
2 TL
Rohrohrzucker
0,5 Päckchen
Agar Agar

Zutatenhinweise & Alternativen


  • ein Chiaei erhaltet ihr, wenn ihr 1 TL Chiamehl (dafür Chiasamen in der Kaffeemühle / im Multizerkleinerer schroten) mit 3 TL Wasser mischt und das Ganze dann 10 Minuten quellen lasst

  • anstatt frischem Ingwer und Kurkuma könnt ihr auch jeweils 1 TL der getrockneten, pulverisiserten Form nehmen

  • falls ihr gemahlene Mandeln vertragt könnt ihr diese gern statt der Hanfsamen oder Kürbiskerne verwenden

  • Reissirup könnt ihr durch einen anderen Sirup eurer Wahl ersetzen, z.B. durch Ahornsirup

  • wer mag kann zu den Toppingzutaten noch eine Prise schwarzen Pfeffer ergänzen, das unterstützt die Aufnahme von Kurkumin (der Stoff, der Kurkuma so gesund macht) im Körper



Auf geht’s


  1. Für den Boden zunächst Haferflocken, Kokosraspel, Hanfsamen, Kürbiskerne und Leinsamen im Standmixer oder Multizerkleinerer zu (groben) Mehl verarbeiten. Das entstandene Mehlgemisch in eine Schüssel geben, Carobpulver und Zimt darunter mischen.

  2. Das Kokosöl in einer seperaten Schüssel mit dem Sirup mischen. Das geht etwas leichter, wenn ihr beides kurz in der Mikrowelle (falls vorhanden) erwärmt. Die Chiaeier zusammen mit der Öl-Sirup-Mischung zu den trockenen Zutaten geben und alles gut verrühren. Falls es euch nicht feucht genug erscheint ggf. einen EL Wasser untermischen

  3. Eine Springform mit Backpapier auslegen, die Teigmasse einfüllen und fest andrücken, dann in den Kühlschrank stellen.

  4. Für das Topping 350 ml Kokosmilch und alle weiteren oben genannten Zutaten in einem Topf erhitzen und bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Süßkartoffel weich ist. Dann wird alles gründlich durchpüriert.

  5. Ein halbes Päckchen Agar Agar mit 50 ml Kokosmilch verrühren, zu der pürierten Masse geben und weitere 2 Minuten köcheln lassen, damit sie geliert.

  6. Die Springform aus dem Kühlschrank holen, das Topping darauf verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen.


  7. Guten Appetit!

    frau mit fuchs



    (*) Werbung, da Nennung & Verlinkung –
    unbezahlt, unbauftragt, keine Kooperation



1 thought on “Kurkuma Torte”

  • Danke für das tolle Rezept! Ich bin schon sehr gespannt auf den Geschmack.
    Auf die Idee Kurkuma beim Backen einzusetzen bin ich noch nicht gekommen. Zur Zeit nehme ich ein Kurkuma-Konzentrat ein. Dadurch kann das Curcumin viel schneller aufgenommen werden. Gerade in stressigen Zeiten in denen ich es nicht schaffen passend vorzukochen, finde ich das Konzentrat sehr hilfreich.
    Liebe Grüße,
    Petra

    (in diesem Kommentar wurden Werbelinks durch den Bloginhaber entfernt, der restliche Inhalt wurde nicht verändert)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.