Kokosmus

Kokosmus

Als ich wegen der Unverträglichkeiten anfing, mehr selbst zu backen oder zu kochen, da begegnete mir immer wieder auch Nussmus. Als Zutat vor allem in Snacks wie Müsliriegeln, aber auch zu Pfannkuchen oder Ähnlichem schien vor allem Mandelmus der totale Renner zu sein, da Mandeln von den meisten HIT Betroffenen ganz gut vertragen werden. Leider fiel mein erster eigener Test mit Mandeln nicht so gut aus, also war auch Mandelmuss für mich raus. Am Anfang strich ich also sämtlich Rezepte mit Nussmus für Energiekugeln & Co. von meiner Liste. Bis ich irgendwann über Kokosmus stolperte und dachte: Das wird gehen, das probiere ich aus!

Ich bin ein riesiger Fan von gerösteter Kokosnuss, weil ich sie viel aromatischer finde. Gekauftes Kokosmus gibt es aber nur in der reinen Form. Sicherlich auch lecker, aber ich dachte: Wenn schon selbst machen, dann richtig! Und ehrlich, das Mus aus gerösteter Kokosraspel ist so unfassbar lecker, ich habe gar keinen Bedarf mehr es ohne Röstvorgang auszuprobieren. Sehr viel mehr Arbeit ist es nicht und als Zutat braucht ihr nichts anderes als Kokosraspeln – es ist wahrscheinlich das einfachste Rezept überhaupt.

Was ihr allerdings braucht ist ein guter Mixer. Und Geduld. Denn am Anfang denkt man, dass beim Mixen gar nichts passiert. Nach einigem Minuten tritt dann allerdings das Öl aus den Raspeln aus und langsam entsteht das Mus. Lasst euch also nicht von den ersten paar Minuten abschrecken und legt gegebenenfalls auch für euren Mixer eine Pause ein, der soll nämlich nicht überhitzen.

Im Glas hält sich das Kokosmus einige Wochen. Je nach Zimmertemperatur kann es dabei ziemlich fest werden, aber ein kurzes Erwärmen in der Mikrowelle macht es wieder cremig. Ihr solltet es nicht im Kühlschrank aufbewahren, da sich so unter Umständen Kondenswasser bildet und das Mus verderben kann.

Viel mehr Worte will ich jetzt gar nicht verlieren, probiert es aus, es lohnt sich wirklich! Nascht das Mus pur, gebt es als als Topping auf euer Frühstücksporridge, nutzt es als Zutat für Smoothies oder Müsliriegel – es macht süchtig.


Zutaten

für 1 Portion

histaminarm, vegan, glutenfrei


200 – 600 g
geraspelte Kokosnuss


Zutatenhinweise & Alternativen

  • Achtung, für dieses Rezept braucht ihr einen starken Mixer!

  • Mit der Menge müsst ihr so kalkulieren, dass die Messer des Mixers gut greifen können. In einem kleinen Multizerkleinerer habe ich es schon mit 200 g machen können, im großen Mixer mit 600 g.

  • Beachtet die Aufbewahrungstipps im Artikel für eine längere Freude an eurer Kreation.


Auf geht’s

  1. Den Ofen auf 100 Grad Umluft vorheizen.

  2. Die gewünschte Menge Kokosraspel auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech gleichmäßig verteilen und für 5 – 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben.
    Achtung, bleibt in der Küche! Ihr müsst sie nämlich für eine gleichmäßige Röstung zwischendurch durchmischen und gut aufpassen, dass sie euch nicht verbrennen, das geht leider schnell.
    Nach dem Rösten auskühlen lassen.

  3. Die geröstete Kokosraspel in einen Mixer (oder Multizerkeinerer bei kleinen Mengen) füllen. Anfangs auf niedriger bis mittlerer Geschwindigkeit durchmixen.
    Jetzt nicht die Geduld verlieren, nach einigen Minuten tritt nach und nach das Kokosöl aus.

  4. Zwischendurch eventuell pausieren und die Masse von den Rändern abkratzen. Achtet während des gesamten Vorgangs darauf, dass euer Mixer nicht zu heiß läuft, damit er euch nicht kaputt geht. Lieber zwischendurch pausieren!

  5. Wenn die Masse anfängt, sich zu verflüssigen, kann der Mixer auf die höchste Stufe gestellt werden. Das Mus so noch einmal 1 – 2 Minuten durchmixen.

  6. Das Kokosmus sollte nun eine homogene, etwas dickflüssige Masse sein. Jetzt nur noch in saubere Gläser füllen, fertig!


Guten Appetit!

frau mit fuchs




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