Karottenkuchen

Karottenkuchen

Nächste Woche ist Ostern und da steht dieses Jahr auch Verwandtschaftsbesuch an. Familienfeiern oder andere Auswärtsteinladungen sind mit Unverträgichkeiten ja immer etwas heikel. Nach Möglichkeit bringe ich mir mein eigenes Essen mit – sofern das mit den Gastgeber*innen abgesprochen werden kann. Für kleinere Feiern im Freundes- oder Familienkreis ist das in der Regel möglich, bei einer Einladung zu einer Hochzeit natürlich nicht. Da muss dann jeder für sich selber gucken, wie er mit dem Buffet umgeht.
Die eleganteste Lösung ist aber meiner Meinung nach, einfach etwas für alle mit zu bringen. So kann man sicher sein, dass man selbst das Essen verträgt und in der Regel freuen sich auch die Gastgeber*innen, wenn sie nur noch zwei statt drei Kuchen backen müssen.

Der Karottenkuchen begleitet mich also dieses Jahr zu meiner Familie und natürlich hoffe ich, dass er allen schmeckt. Mein Mann war beim Austüfteln des Rezepts das Versuchskanninchen und hat Version 2 abgesegnet (meine innere Ungeduld und ich sind übrigens sehr froh, dass es nur zwei Anläufe gebraucht hat bis das Rezept stand).
Der Kuchen ist sehr saftig und hat durch den Kokosbütenzucker eine angenehme Süße. Bis zu meiner Ernährungsumstellung war ich kein großer Süßspeisenfan, mir waren Kuchen und Kekse einfach oft viel zu süß und meine Lust zu Backen hielt sich dadurch auch in Grenzen. Als ich mich aber intensiver mit dem Thema Essen auseinander setzte, machte mir dann auch Backen Spaß. Industriezucker gibt es in meinem Haushalt gar nicht mehr, als Süßungsmittel stehen jetzt Ahornsirup, Honig, Kokosblütenzucker und für seltenere Fälle Rohrohrzucker im Schrank. Der Mann kann sich daher jetzt öfter über Kuchen freuen 😉

Die Basis des Kuchens bilden etwas Dinkelmehl, zerkleinerte Haferflocken und geschälte Hanfsamen, die meine Alternative zu gemahlenen Mandeln sind und für einen leicht nussigen Geschmack sorgen. Wenn man einen Mixer oder eine Küchenmaschine zum Mahlen der Haferflocken hat, ist die Zubereitung super einfach. Durch das Apfelmark und die Kokosmilch wird er sehr cremig, behält aber trotzdem beim Anschneiden die Form und vegan ist er auch. Viel mehr kann ich über den Karottenkuchen gar nicht schreiben – ihr solltet ihn wirklich einmal ausprobieren!


Zutaten

für 1 Springform

histaminarm, vegan, optional glutenfrei


150 g
geschälte Hanfsamen
100 g
Haferflocken
50 g
Dinkelmehl
2 TL
Weinstein Backpulver
1 Prise
Salz
1 – 2 TL
Zimt
85 g
Kokosblütenzucker
190 g
geschälte und geraspelte Karottte
130 g
Apfelmark
100 ml
Kokosmilch
50 ml
Kokosöl (flüssig)


Zutatenhinweise & Alternativen


  • Wie immer können geschälte Hanfsamen durch gemahlene Mandeln ersetzt werden, sofern ihr diese vertragt.

  • Das Dinkelmehl kann mit einer glutenfreien Mischmehlsorte ersetzt werden, die zum Backen geeignet ist.

  • Kokosmilch kann durch andere Pflanzendrinks ersetzt werden, ich würde aber zu Gunsten der Cremigkeit und Süße nicht dazu raten.

  • Statt Kokosblütenzucker könnt ihr Rohrohrzucker nutzen, ich würde die Menge dann aber wahrscheinlich um ein paar Gramm reduzieren, da er süßer und weniger karamellig ist.


Auf geht’s


  1. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

  2. Geschälte Hanfsamen und Haferflocken in einen Mixer geben und fein mahlen.
    Dinkelmehl, Backpulver, Zimt, Kokosblütenzucker und Salz dazugeben und noch einmal kurz durchmischen.

  3. Alle trockenen Zutaten aus Schritt 2 in eine Rührschüssel umfüllen und die geschälten und geriebenen Karotten unterheben.

  4. Apfelmark, Kokosmilch und Kokosöl dazugeben und alles gut verrühren.

  5. Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Teigmasse hinein füllen.
    Den Kuchen für ca. 40 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben.

  6. Den Kuchen erst vollständig auskühlen lassen bevor er aus der Springform genommen und angeschnitten wird.
    Übrig gebliebene Kuchenstücke bewahre ich im Kühlschrank auf. Das geht locker für 2 Tage, vielleicht auch länger – allerdings war dann bisher alles aufgefuttert 😉


  7. Guten Appetit!

    frau mit fuchs




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